Im Studium gibt es verschiedene Fächer, diese bestehen aus einem oder mehreren Modulen. Ein Modul behandelt ein bestimmtes Thema und besteht aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen. Im Modulhandbuch des Studiengangs findet man die Beschreibung der Module und deren Fachzuordnung sowie einen Studienplan. Dieser gibt eine Orientierung, welche Veranstaltungen in welchem Semester besucht werden sollten, um das Studium in der Regelstudienzeit abzuschließen. Er berücksichtigt eine ausgewogene Verteilung der Veranstaltungen über die einzelnen Semester. Außerdem beachtet er, dass zunächst die wichtigen Grundlagen vermittelt werden, bevor es zu fortgeschrittenen Themen übergeht. Der individuelle Studienverlauf kann davon abweichen.
Kurzprofil
Studium
Der Bachelorstudiengang Umwelt- und Georessourcenmanagement ist ein interdisziplinärer Studiengang, der Geowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaften verbindet. Das Studium vermittelt ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten, die auf eine Tätigkeit in verschiedenen Bereichen wie Behörden, Industrie, Recht, Politik und Beratung vorbereitet. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung wird ermöglicht, komplexe Zusammenhänge zwischen Umwelt- und Georessourcenmanagement, rechtlichen Rahmenbedingungen, politischen Implikationen und ökonomischen Fragestellungen zu verstehen und zu analysieren.
Der Schwerpunkt des Bachelor-Studiums liegt auf der Vermittlung von Grundlagenwissen in den Bereichen Umwelt- und Georessourcenmanagement sowie auf der Entwicklung interdisziplinärer methodischer Kompetenzen. Es wird die Fähigkeit erworben, Fragestellungen im Zusammenhang mit Klima- und Umweltveränderungen, Kreislaufwirtschaft und Rohstoffsicherung analytisch zu lösen. Im Anschluss an das Grundlagenstudium gibt es schon im Bachelorstudium die Möglichkeit, Vertiefungsmodule aus verschiedenen Themenbereichen wie Geodäsie und Informatik, Energiewirtschaft, Industrielle Produktion und Regionalplanung zu wählen, um den persönlichen Interessen noch stärker nachzugehen.
Der Studiengang beinhaltet größtenteils Pflichtfächer:
- Mathematische Grundlagen (12 LP): In diesem Fach lernt man die Grundlagen der Höheren Mathematik, die im weiteren Verlauf des Studiums benötigt werden.
- Chemisch-Physikalische Grundlagen (25 LP): In den Modulen dieses Fachs lernt man die Allgemeine und Anorganische Chemie sowohl theoretisch als auch im Praktikum näher kennen. Die physikalischen Grundlagen stecken im Modul Experimentalphysik, in welchem die physikalischen Naturgesetze in zahlreichen Experimenten erlebbar werden.
- Geologie (60 LP): Das Fach bildet von Umfang und Inhalt den Kern des Studiengangs. Hier lernt man umfassend die grundlegenden Aspekte der Geologie kennen. Dazu taucht man ein in die Dynamik der Erde, es werden Minerale durchleuchtet und ihre chemische Zusammensetzung kennengelernt. Bei Exkursionen werden geologische Daten mittels geeigneter Geländemethoden erhoben und im Nachgang geologische Karten erstellt. Und natürlich lernt man hier auch schon wesentliche Aspekte von Georessourcen kennen, dem eigentlichen Forschungsobjekt in diesem Studiengang.
- Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften (9 LP): Man lernt grundlegende Kenntnisse der Finanzwirtschaft, dazu gehören das Funktionieren von Finanzmärkten, Aspekte des Rechnungswesens, Logistik, Marktforschung oder systematische Darstellung einer modernen Produktionswirtschaft.
- Rechtswissenschaftliche Grundlagen (10 LP): Neben rechtlichen und staatsrechtlichen Grundlagen werden Kernaspekte des Verfassungsrechts, des Wirtschafts- und Verwaltungsrechts behandelt. Darüber hinaus beschäftigt man sich mit Fragen zum Umweltrecht, z. B. Standortauswahlgesetz für ein Endlager, Umweltvölkerreicht, Umweltplanungsrecht etc.
- Geoinformationssysteme (9 LP): Dieses Fach behandelt die räumlichen Daten in den unterschiedlichsten Varianten. Dazu gehört die Datenverarbeitung in Geoinformationssystemen, Sachdatenverwaltung, Datenmodellierung und Datenbanken. Statistik gehört auch dazu.
- Klima und Ökozonen (7 LP): Grundlagen der Klimatologie, z. B. Prozesse und Muster in der Atmosphäre, ihr Wechselspiel mit den Ökosystemen, Bedeutung räumlicher und zeitlicher Skalen werden erlernt. Außerdem wird die Beziehung von Klima und Ökosystemen aufgezeigt, die neben den physisch-geographischen Aspekten und der Landnutzung prägend für die Ausbildung spezifischer Landschaftszonen auf unserer Erde sind.
- Überfachliche Qualifikationen (6 LP): Die überfachlichen Qualifikationen werden in diesem Studiengang fachbezogen vermittelt, d.h. Lehrende aus deiner Fakultät bringen dir die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Kommunizierens bei. Du steigst in die wissenschaftliche Literaturrecherche ein und präsentierst deine Ergebnisse.
Neben den fest vorgegebenen Modulen des Grundlagenstudiums gibt es insbesondere in den höheren Semestern Wahlmöglichkeiten im Fach Fachliche Vertiefung:
- Fachliche Vertiefung (30 LP): In diesem Fach kann man den eigenen Interessen folgen. Aus mehreren Modulen mit einem Umfang von je 10 Leistungspunkten werden insgesamt drei ausgewählt. Angebotene Module sind: Geodaten und Informatik, Energiewirtschaft, Industrielle Produktion, Regionalplanung, Geologie im Gelände.
Ansprechpersonen (innerhalb der Fakultät)
Fachstudienberatung
Prof. Dr. Jochen Kolb (jochen.kolb∂kit.edu)
Studiendekan
Prof. Dr. Jochen Kolb (jochen.kolb∂kit.edu)
Kommissionen (Prüfungsausschüsse, Zulassungskommissionen, Studienkommissionen)